Casting
16,95 € *

inkl. MwSt. zzgl. evtl. Versandkosten

Lieferzeit ca. 1-3 Tage

  • SW10015
  • 295 Seiten
  • 15 x 21,4 cm
  • Zukunftsroman
  • ab 10 Jahren
  • 978-3-944788-28-9
Lovis ist ein Siegertyp. Geschickt bewegt er sich in der schillernden Spielewelt, deren Gesetze... mehr
Produktinformationen "Casting"

Lovis ist ein Siegertyp. Geschickt bewegt er sich in der schillernden Spielewelt, deren Gesetze längst in sämtlichen Bereichen des Lebens gelten. Eine Clique von selbstverliebten Juroren hält das Karussell der Castings und Contests in Gang. Sie sorgen mit drastischen Methoden dafür, dass niemand aus der Reihe tanzt. Als Lovis sich mit Jo anfreundet, beginnt er am Sinn der strengen Regeln zu zweifeln. Das Mädchen und er gehen auf gefährliche Touren. Was sie dabei hinter den Kulissen der Vergnügungsmaschinerie entdecken, stellt alles Gewohnte infrage. Mit einigen Gleichgesinnten finden sie Zuflucht in einer alten Manufaktur und proben den Widerstand. Aber Detektive sind ihnen bereits auf der Spur. Wird es den Ausreißern gelingen, sich gegen das übermächtige System zu behaupten und ihren eigenen Ideen zu folgen?

Weiterführende Links zu "Casting"
Bewertungen lesen, schreiben und diskutieren... mehr
Kundenbewertungen für "Casting"
27.12.2016

Für Dystopie-Einsteiger und Jugendliche sehr empfehlenswert

Wenn man heutzutage das Wort "Dystopie" hört, weiß man sofort was gemeint ist. Und doch bin ich immer wieder überrascht was für abenteuerliche Ideen sich Autoren einfallen lassen können.

In diesem Buch geht es hauptsächlich um Lovis welcher sich, wie viele andere auch, durch Castings der verschiedenen Art kämpfen muss um Nahrung, eine Wohnung oder gar Schulbildung zu bekommen. Doch es kommt wie es kommt, die Kandidaten , im Buch Castidaten genannt, wollen sich nicht mehr bloss stellen nur um für 3 Monate eine Wohnung zu bekommen und so beginnt der Kampf um Freiheit.

Wir können die Sichtweisen aus mehreren Perspektiven verfolgen und wissen so was gerade bei den Juroren und den leitenden Personen passiert aber auch was die Castidaten oder die Ausgecasteten im Schilde führen. Die Wechsel sind dabei toll getroffen und lassen einen gerade genug erfahren um auf dem laufenden zu bleiben.

Was schnell auffällt sind die Namen der Personen. Da für mich Dystopien immer ein ernstes Thema sind, fand ich diese manchmal zwanghaft auf lustig gemacht. Da man aber bedenken muss das es ein Buch für Jugendliche ist und diese das als durchaus lustig ersehen, hatte ich wider rum Verständnis dafür. Denn Namen wie Quassel Strippe und Kain Maleins sind doch sehr außergewöhnlich.

Die Personen selbst könnten verschiedener nicht sein, aber lassen sich klar unterscheiden. Jede Person hat seine Merkmale und Eigenschaften. Teilweise werden diese mit dem Namen verbunden.

Die Schreibweise fand ich sehr gelungen. Man merkte zwar dass das Buch für Jugendliche gemacht ist. Aber für ein bisschen leichte Lektüre zwischendurch bin ich immer zu haben. Auch fand ich den Ideenreichtum von Frau Richter sehr bemerkenswert. Denn ich fände es garnicht so leicht böse Pläne für die Juroren zu schmieden und gleichzeitig den armen Castidaten das Leben zu verbessern.

Für mich ist das Buch weder Top noch ein Flop. Die Geschichte war gut, die Charaktere auch, nur die Namen störten zwischendurch.Trotzdem hätte man die Geschichte mit mehr Details vielleicht sogar auf ein weiteres Buch verteilen können. Denn gerade die Darstellung der Castings war für mich manchmal doch zu wenig. Auf Grund dessen würde es mich sehr interessieren wie eine Dystopie oder anderes für Erwachsene bei der Autorin klingen würde.

Ein tolle Einsteiger-Dystopie, gerade für Jugendliche und verspielte Erwachsene.

31.10.2016

mir fehlte etwas Dramatik, aber für die Zielgruppe durchaus ansprechend

Lovis sieht sich täglich vor der Aufgabe, neue Castings zu durchlaufen, um überleben zu können. Egal ob Essen oder Kleidung, alles muss erspielt werden, damit die Juroren ihre spektakulären Shows und gute Einschaltquoten erhalten.

Als Lovis Jo kennenlernt, beginnen die zwei, am Castingsystem zu zweifeln. Sie werfen einen schockierenden Blick hinter die Kulissen. Doch niemand kann so einfach aus dem System ausbrechen...

Die Idee des Buches finde ich total spannend. In der dystopischen Welt müssen sich die Bewohner alles erspielen und erkämpfen – Essen ebenso wie Bildung und Wohnraum. Dabei gibt es etliche ungewöhnliche technische Gerätschaften sowie neue Begrifflichkeiten, darunter sehr viele Wortspiele rund ums Casting.
Leider fehlt es hier insgesamt etwas an Erklärungen. Zwar kann man sich viele Dinge zusammenreimen, die Figuren werfen aber mit so vielen ungewöhnlichen Worten um sich, dass hin und wieder eine kleine Erläuterung hilfreich gewesen wäre, um sich ein genaueres Bild zu machen.
Überhaupt ist die ganze Sprache recht ungewöhnlich: einerseits sehr jugendlich, salopp – auch bei den Erwachsenen – , andererseits voll fremder, vom Castingleben geprägter Redwendungen. Dabei bleibt der Satzbau allerdings sehr einfach, Wiederholungen einzelner Wörter oder Satzteile eingeschlossen.
Auch die Entwicklung, die letztlich zur Entstehung der Casting-Welt geführt hat, wird nur vage angedeutet.

Der Zukunftsroman ist, laut Verlag, für Leser ab zehn Jahren geeignet. Für diese Zielgruppe ist die Sprache ebenso angemessen wie die Handlung. Es ist ein Abenteuerroman in einer Zukunftsvision. Lovis, Jo und ihre Gefährten müssen sich in der Castingwelt behaupten, wenden sich vom System ab und definieren ihre Werte für sich neu. Dabei müssen sie einige Gefahren überwinden, dies gelingt aber in der Regel ohne größere Schwierigkeiten. Dadurch blieb die große Spannung aus (langweilig wird es aber auch nicht), da die Handlung relativ glatt konstant vorangeht. Dabei vergeht im Verlauf des Buches viel Zeit über die man wenig erfährt.
Auch die Figuren bleiben etwas blass. Es wird viel beschrieben, was die Jugendlichen tun. Gedanken und Gefühle kommen aber recht kurz, was sicher auch der Erzählperspektive (Er-Erzähler) geschuldet ist.

In dem Buch sind wichtige Themen wie Konkurrenzkampf, Manipulation und Freundschaft für die Zielgruppe ansprechend in die Abenteuergeschichte eingebunden. Und auch als Erwachsener gerät man ins Grübeln über unsere verrückte Welt und was mal aus ihr werden könnten. Zeit, sich auf die wichtigen Werte und unsere Mitmenschen zu besinnen.

Faszinierende, erschreckende Welt, die etwas mehr Erklärungen vertragen hätte. Zwar konnte mich die Geschichte nicht so richtig fesseln, da sämtliche Hindernisse sehr schnell und einfach überwunden werden, für die Zielgruppe finde ich dies aber durchaus passend und so entwickelt sich eine aufregende Abenteuergeschichte, die wichtige Themen altersentsprechend aufbereitet.

24.10.2016

Hat durchaus Potential

Der Klappentext beschreibt schon gut, um was es in dem Buch geht. Ich habe bisher noch nicht viele Dystopien gelesen, daher freue ich mich immer wieder, ein neues Buch in dem Bereich zu finden und zu entdecken, was sich der Autor, oder in diesem Fall die Autorin, ausgedacht hat.

Ich muss sagen, eine erschreckende Vorstellung, wenn es eines Tages wirklich so weit kommt, dass man nur durch Castings Essen, Kleidung, Wohnung etc. gewinnen kann. Aber es ist auch nicht so abwegigt, dass sich die Gesellschaft in diese Richtung entwickelt. Man muss sich nur die Medien ansehen, die uns tagtäglich eintrichtern, was gut ist, was schön ist etc. Und Casting-Shows gibt es ja schon, wenn auch nicht so extrem, wie in diesem Buch beschrieben. Daher eine Zukunftsvision, die man nicht so leicht abtun sollte.

Die Geschichte um Lovis und Jo fand ich ganz nett, aber für mehr reicht es nicht. Man spürt, dass sich die Autorin durchaus Gedanken über diese Zukunftsvision gemacht hat. Doch mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Die Idee mit den Castings finde ich nach wie vor super, nur die Umsetzung hat mir nicht so gut gefallen.

Das Hauptproblem war, dass der Schreibstil für mich noch unausgereift ist, was man vor allem bei den Dialogen gemerkt hat. Die wirken manchmal etwas schlacksig und unsicher. Das fand ich sehr schade. Auch gestört hat mich, dass aber etwa der Hälfte des Buches viele Dinge zusammengefasst wurde und man richtig durch die Geschichte gehetzt wurde. Ich hätte mir lieber 100 oder 200 Seiten mehr gewünscht, dafür hätte man alles runder gestalten können und besser ausarbeiten.
Das Ende war nicht ganz nach meinem Geschmack - es ging wirklich alles zu schnell und irgendwie war es mir persönlich zu harmonisch. Es war fast zu perfekt.

Die Charaktere finde ich in Ordnung und einige haben interessante Ansätze. Aber auch hier spürt man, dass sie nicht ganz ausgereift sind, was ich sehr schade fand.

Alles in allem ist es trotz der Kritikpunkte ein nettes Buch für Zwischendurch. Es ist deutlich für jüngere Leser gedacht und ich bin mir sicher, dass das Buch bei ihnen gut ankommen wird. Ich habe meine Bewertung auch dahingehend angepasst, dass jüngere Leser das Buch anders betrachten, als ich als Erwachsene.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, ein echter Hingucker im Bücherregal.

Fazit

Ein Buch mit einigen Schwächen, aber mit einer tollen Idee dahinter. Da eindeutig jüngere Leser anspricht, bekommt das Buch in Berücksichtigung dessen 4 Sterne.

20.10.2016

Eine gute Dystopie nicht nur für Kinder!

Der 12 jährige Lovis lebt in einer harten Welt. Es gibt kaum noch Arbeit oder gesicherten Wohnraum. Auch Essen und Kleidung sind knapp und um dies alles zu bekommen, sind die Menschen gezwungen an unzähligen Castingshows teilzunehmen denn wer diese gewinnt der kann diese Güter gewinnen, wer verliert der bleibt auf der Strecke.
Für den Großteil der Bevölkerung gibt es keine Arbeit und somit kein Geld mehr aber Geld ist auch, zumindest für die Unterschicht der Bevölkerung, sehr nebensächlich und uninteressant geworden. Es gibt für Geld nämlich nichts mehr zu kaufen, keine Nahrung, keine Kleidung und auch sonst nichts…!
Geld nur noch dazu da sich die Teilnahmegebühren an den Castingshows leisten zu können denn nur dort können die Menschen durch gewinnen an Kleidung, Nahrung oder Wohnraum kommen.
Wohngewinn ist heiß begehrt aber auch dieser ist immer zeitlich auf höchstens 3 Monate begrenzt denn man möchte ja nicht dass die Castidaten faul und träge werden denn schließlich sollen sie das wohlhabende Publikum unterhalten, das außerhalb der Stadt, gemeinsam mit den Regisseuren, Juroren und Sponsoren der Castingshows im gut abgeriegelten und luxuriösen „St. Privat“ residiert.
Ist der Wohngewinn, der ausschließlich aus winzigen Einraumwohnungen in überwachten Wohnbunkern besteht ausgelaufen, die Nahrung gegessen und die Klamotten zerschlissen, so sind die Menschen wieder gezwungen an Castings teilzunehmen um ihr Überleben zu sichern.
Ist man alt und/oder krank und kann nicht mehr an Castingshows teilnehmen, so wird man „ausgecastet“ und fristet sein Leben zwangsläufig in großen Fabriken denn schließlich braucht man auch Leute die die ganzen Castinggewinne, wie Kleidung anfertigen…!
Die Castingsshow selbst sind sehr unterschiedlich. Weit verbreitet sind über klassische Gesangsshows harte sportliche Wettbewerbe, es gibt aber auch Quizshows, Kochshows und vieles mehr.
Als die Castingshows immer härter, ausgefallener und erniedrigender werden, reicht es Lovis und er tut sich mit der gleichaltrigen Jo zusammen, die er bei einer Castingshow kennengelernt hat. Gemeinsam wollen sie gegen das System angehen denn es soll endlich Schluss sein mit den Castings…! Nach und nach finden Lovis und Jo immer mehr Verbündete im Kampf gegen das menschenunwürdige System und entwickeln einen Plan…!
Als ich das Buch angefangen habe, da dachte ich mich erwartet ein Abklatsch der „Tribute von Panem“, nur halt als Kinderbuch aufgemacht denn das Buch ist für Kinder und Jugendliche von 10-16 Jahren gedacht. Ich wurde aber positiv überrascht denn die Geschichte weicht doch stark von Panem ab. Es handelt sich zwar um ein Kinderbuch, allerdings hab ich es mir wesentlich „kindlicher“ vorgestellt. Man merkt zwar vor allem an Namen und Bezeichnungen (z.b heißt der Juror der Castingshow „Topkoch“ „Donald Meck“ und die Jurorin der Castingshow „Topkult“ trägt den Namen „Kroko Flanell“) aber ansonsten ist es nicht unbedingt als Kinderbuch erkennbar und kann durchaus auch gut von Erwachsenen gelesen werden.
Leider erfährt man nicht genau in welcher Zeit das Buch spielt denn so etwas interessiert mich bei Dystopien/Endzeitgeschichten immer sehr. Es wird aber angedeutet dass die Geschichte irgendwann zwischen 2040 und 2060 spielen muss…! Einzig das Ende hat mir nicht sooo gut gefallen da ich es etwas zu abrupt fand aber ansonsten fand ich das Buch wirklich gut!
Eine spannende und schöne Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, dem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung und dem Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung!
Mir persönlich hat das Buch wirklich gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

18.10.2016

Nieder mit den Castings!

In der Welt der Zukunft wird das Leben der Menschen durch Castings bestimmt. Es gibt die privilegierte Gesellschaft, die dem Konsum von Castingshows im Fernsehen frönt und es gibt die "normalen" Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch Castings bestreiten. Wohnanspruch, Nahrung, Bildung - all das muss ercastet werden, denn einen Anspruch auf solche Luxusgüter hat niemand. Von klein auf wird die Gesellschaft in Castings gedrillt, angefangen mit Baby-Castings bis hin zu dem Lebensabschnitt, in dem man ausgecastet wird. Menschen, die körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage sind, an Castings teilzunehmen, werden zur Zwangsarbeit in Fabriken gesteckt, wo sie für den Rest ihres Lebens für Nahrung und Unterkunft die Gewinne der Castingshows herstellen müssen.


Das System hat sich bewährt, niemand zweifelt an diesem, denn ist es nicht immer schon so gewesen? Lovis ist ein Teenager und bestreitet erfolgreich diverse Castings. Immerhin hat er derzeit einen 3-monatigen Wohnanspruch gewonnen, was viel wert ist, müsste er doch sonst in einem Park übernachten. Derzeit nimmt er an einem Casting teil, in dem es ein großes Essenspaket zu gewinnen gibt - und sich endlich mal wieder richtig satt zu essen, das wäre wundervoll. Jovis ist auf sich allein gestellt, denn seine Mutter wurde bereits vor einiger Zeit ausgecastet. Die Castings sind jedoch nicht kostenlos - nein, die Teilnehmer müssen eine Gebühr bezahlen, um an diesen teilnehmen zu können. Tatsächlich verhält es sich für Lovis so, dass er bei diesem bewussten Casting zwar ins Finale kommt, jedoch von einem Mädchen namens Jo besiegt wird. Dieser Sieg soll Lovis jedoch in Erinnerung bleiben, denn dieses ihm unbekannte Mädchen bietet ihm an, ihren Gewinn mit ihm zu teilen. Schnell schließen die beiden Freundschaft und Lovis lässt Jo heimlich bei sich übernachten (was auf gar keinen Fall gestattet ist) und fortan treten sie zusammen zu Castings an.


Während eines weiteren Castings (wo auch sonst) lernen die beiden ein Mädchen namens Schlawine kennen, die mit allen Wassern gewaschen ist und mit unter auch mal mogelt, um zu gewinnen. Die drei verstehen sich auf Anhieb, ebenso mit Quecke, einem weiteren Mädchen, dass sie durch ein Casting kennenlernen. Die vier treffen immer aufeinander, sind sie doch in derselben Tretmühle gefangen. Zwischen ihnen spinnt sich eine Freundschaft, die weit über Casting-Gefährten hinausgeht. Als die vier bei einem weiteren Casting einen Jungen namens Admiral Kahlo kennenlernen, ist die Gruppe komplett, doch ehrlich - sie haben sowas von die Nase voll von Castings, alle fünf. Immer wieder müssen sie kämpfen, immer wieder sich beweisen, nur um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und wenn sie es mal nicht schaffen, werden sie fallengelassen - und alles nur, um die Zuschauer an den Fernsehgeräten zu unterhalten. Die fünf beschließen, etwas Unruhe in die geordnete Castingwelt zu bringen und machen dabei eine überaus interessante Entdeckung - es gibt noch ein Leben außerhalb der Castings ...



Nieder mit den Castings! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Ich fand die Welt, die in diesem Buch erarbeitet wurde, ausgesprochen faszinierend, denn so etwas wie Familienverbände oder Gemeinschaften, gibt es nicht mehr und anstelle zu Arbeiten und damit die Wirtschaft voranzubringen, müssen die Menschen immer wieder gegeneinander antreten, um ihre Grundbedürfnisse zu stillen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich hier die Figur der Jo, die von sich aus den ersten Schritt getan hat und bereit war, ihr hart erkämpftes Essen mit einem Unterlegenen zu teilen, den sie bis dato überhaupt nicht kannte. Trotz all der widrigen Umstände, in denen sie lebt (und sie sind wirklich widrig), hat sie sich ein gutes Herz bewahrt. Besonders schön fand ich auch die Namen der Figuren, so zum Beispiel ein gewisser Herr Kon To oder eine gewisse Kami Katze. Den Schreibstil kann ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

17.10.2016

Lovis tut alles um sein Casting zu gewinnen, schließlich hat er einen solchen Hunger und kann den Lebensmittelgewinn gut gebrauchen. Doch anstatt ihm gewinnt Jo das Casting. Nach dem Casting, in der Abenddämmerung kommt Jo zu Lovis und fragt diesen, ob s

Das Buch besteht aus 28 Kapiteln, die alle eine eigene Überschrift bekommen haben. Diese befindet sich, dick gedruckt immer am Anfang eines jeden Kapitels.Außerdem finden wir ein weiteres Kapitel, in dem alle Juroren aufgelistet stehen. An dieser Stelle hätte ich mir jedoch eher ein Überblick über alle Charaktere gewünscht, anstatt allein über die Juroren. Außerdem fällt beim Blick auf die Namen sofort auf, dass hier nicht sonderlich viel Kreativität zum Einsatz kam, denn so finden wir den Namen “Quassel Strippe” als Juror für Toptext wieder. Allgemein ist die Kreativität an einigen Punkten auf Dauer eher etwas nervend, denn der Autor hat versucht, den Titel des Buches in möglichst viele Wörter einzufügen. Gibt das Wort Castidaten noch einen Sinn, so stolpert man etwas weiter über das Wort Castiener, dass weniger vorteilhaft ist. Solche Wörter findet der Leser im Laufe des Buches häufiger, hier wäre weniger definitiv mehr gewesen. Die Story ist nichts neues und kommt einen sehr bekannt vor, jedoch wird sie sehr solide umgesetzt. Außerdem nimmt sie einen Anstoß an unsere Realität, denn auch diese fördert immer mehr Castings ans Licht. So wird dem Leser ein kleiner Spiegel vorgehalten. Außerdem ist positiv anzumerken, dass die Charaktere sehr gut zu Ihren Rollen passen und jeder einen eigenen Charakter besitzt. Bei einem geht es sogar so weit, dass dieser mit Akzent spricht, der auch so geschrieben steht, der Leser aber als Fußnote, die Text nochmals ohne Akzent nachlesen kann. Leider wird die Story dann am Ende etwas schnell abgehandelt und hätte gerne etwas länger sein dürfen.

Cover: Das Hardcover ist mit Dunkelrot bis hin zu schwarz, recht dunkel gehalten (auch beim Aufschlagen des Buches, finden wir das Dunkelrot wieder. Die Seiten von außen sind nicht einfach weiß, sondern haben eine Pfirsichfärbung. Der Titel ist nicht einfach nur gedruckt, sondern lässt sich haptisch ertasten. Wir sehen auf der Vorderseite, dass das Cover wie eine Art Vorhang geöffnet wird. Im Licht steht eine Person. Dies erinnert stark an die Szene einer Person, die vor einem Publikum auftritt, was auch zu dem Titel und dem Inhalt des Buches passen würde. Außerdem finden wir an dem Buch ein Lesebändchen, das ebenfalls in dem Dunkelrot gehalten ist.

Fazit: Die Story des Buches wirkt sehr bekannt und kommt nur im anderen Gewand daher. Es lässt sich gut und leicht lesen und ist daher gut für Kinder geeignet, was nicht heißen soll, dass Erwachsene nicht auf ihre Kosten kommen können. Am Ende komme ich leider nicht über 3/5 Sterne.

13.10.2016

Wäre noch ausbaufähiger gewesen

Bei "Casting Spiel um Dein Leben" von der Autorin Yvonne Richter, sprach mich ehrlich gesagt der Klappentext direkt an.
Die ersten Kapitel erinnerten mich an eine nachgemachte Story von Tribute von Panem, allerding wurde ich mit diesem Buch so gar nicht warm.
Die Handlung, ist teils spannend, gerade wenn es um die Kämpfe der Belohnungen geht, teils waren sie mir aber zu übertrieben und zu unrrealistisch.
Kinder und Jugendliche nehmen an einer Art Castingshow teil, um dort Essen, Schulbildung, Wohnungen oder gar Kleidung zu gewinnen.
An und für sich ist es ja nicht schlecht, allerdings geht hier das Buch eher auf die leicht Ironische-Schiene, wie allein schon die Namen der Protagonisten.
Kroko Flanell, Donald Meck und Folta Kräh waren nur einige Beispiele.
Die Autorin erzählt hier die Geschichte der Jugendlichen Lovis und Jo, wobei man aber auch die anderen Nebencharaktere kennen lernt.
Der Schreibstil ist recht flüssig und lässt sich gut lesen, allerdings störte mich hier der Erzählstil, der nicht nur sehr verwirrend wirkte, sondern keinerlei Gefühl und Emotionen zu lässt.
Ich hatte wirklich meine Schwierigkeiten in dieses Buch rein zu kommen, ohne groß die Kapitel zu überspringen. Auch ab der Hälfte konnte mich das Buch nicht für sich einnehmen und ich musste es abbrechen.
Geschmäcker sind zum Glück verschieden und ich bin mir sicher das es dort draussen bestimmt einige Leser geben wird, die dieses Buch lieben werden.
Um nicht ganz so hart mit dem Buch ins Gericht zu gehen und der Tatsache, das ich abgebrochen habe, bekommt es dennoch 2 Sterne von mir, auch wenn es mich weder fesseln noch von sich überzeugen konnte.
Fazit :
Leider ein Buch, welches ich ab der Hälfte abgebrochen habe. Die Grundidee hatte viel Potential und wäre um einiges ausbaufähiger gewesen.
Meiner Meinung nach, kann man das Buch lesen, muss es aber nicht.

05.10.2016

Castingshows sichern den Lebensunterhalt der Menschen, sie spielen um Lebensmittel, Bildung, Kleidung, Wohnraum und Luxus, wer nicht gewinnt hungert und muss auf der Straße leben, wer nicht mehr spielen kann wird ausgecastet. Lovis und Jo treffen sich bei

Meine Meinung:
Ich bin immer auf der Suche nach guten Büchern für meine Tochter und habe mich vom Klappentext verleiten lassen, dieses Buch zu lesen. Das Thema ist in der heutigen Zeit sehr aktuell, Castingshows schießen wie Pilze aus dem Boden, spielen die Kandidaten heute noch um die 15 Minuten Ruhm, nach denen jeder zu lechzen scheint, geht es in der Dystopie von Yvonne Richter um das reine Überleben. Gewinner sind aber im Grunde nur die Spielleiter und die Finanzgeber.
Ich tue mich sehr schwer damit das Buch zu bewerten, denn ich bin absolut nicht die Zielgruppe, das vorgeschlagene Alter liegt zwischen 10 und 16 Jahren, ich versuche mal es mit den Augen einer 13jährigen zu sehen, denn das scheint mir das beste Alter zu sein.
Der Schreibstil der Autorin ist eher einfach, kurze Sätze, ein einfacher Handlungsaufbau und schnell kann man Gut und Böse auseinanderhalten. Sehr gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Begriffe die sich die Autorin für ihr Buch ausgedacht hat: Castidaten, Lampohne, Privatöre, ich bin mir nicht sicher ob nicht auch die Zielgruppe auf Dauer etwas genervt wäre von all diesen Begriffen und seltsamen Namen. Die Story an sich fand ich richtig gut, sie ist in sich schlüssig aufgebaut und bietet gerade das richtige Maß an Spannung um die jugendlichen Leser, bei der Stange zu halten ohne sie zu verschrecken oder Angst zu machen.
Für Erwachsene ist das Buch eher nicht die richtige Lektüre, die Zielgruppe allerdings bekommt mit Casting ein kurzweiliges Buch für ein Wochenende.

30.09.2016

In „Casting“ sind aktuelle Themen in dystopischer Kulisse altersgerecht für junge Leser aufgearbeitet. Auch wenn ich mir hier und da ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte konnte mich die Autorin mit ihren Ideen überzeugen.


Cover
Das in Erdtönen gehaltene Cover erinnert mich ans Theater. Im Hintergrund ist es recht dunkel, man sieht die Silouette einer Person, die eine Art Vorhang öffnet und im Scheinwerfer-Licht steht. Ein Lichtkegel erhellt auch den Bereich hinter ihm.
Die Covergestaltung sagt mir hier nicht so zu, ich hätte ohne den Klappentext zu lesen vermutlich ehr weniger dazu gegriffen.
Was sich für mich aber mehr und mehr zu einem totalen Hingucker entpuppt ist der Buchschnitt. Er ist wie jedes meiner Bücher aus dem Fabulus-Verlag farbenfroh gestaltet, hier ist er wunderschön in leuchtendem Orange.

Meinung
Spätestens nach DSDS und Co sind Castings in aller Munde. Wie dies in einer dystopischen Welt auf die Spitze getrieben werden könnte erzählt dieses Jugendbuch.
Nahrung, Kleidung und auch Wohnraum – schlichtweg alles, was der Mensch benötigt oder haben möchte, denn es gibt auch Luxusgüter zu gewinnen, muss erspielt werden. Dabei werden allerhand lustig klingende Spiele wie „Nasenringgewichtheben“ zu bitterem Ernst, denn nur der Gewinner des jeweiligen Spiels bekommt einen Preis.

Bei einem dieser Spiele lernt Lovis Jo kennen. Sie gewinnt den Preis und teilt -obwohl es verboten ist- heimlich ihr erspieltes Essen mit Lovis. Die beiden werden Freunde und hegen Zweifel an dem System, das die Menschen in die Knie zwingt.

Die beiden sind recht sympathisch und sind gut aufeinander abgestimmt. Leider fehlt mir ein wenig mehr Einsicht in die Gefühlswelt der Protagonisten, da es bestimmt interessant gewesen wäre zu erkunden, wie sich die einzelnen Spiele und auch der Zusammenhalt von Jo und Lovis zueinander auf ihre Psyche ausgewirkt hätte.

Die Handlung von „Casting“ ist stark aufgebaut auf Themen, die auch Leser ab 10 Jahren interessieren und bewegen. Konkurrenzdenken und Freundschaft in einer Welt zu erleben, die stetig von einem verlangt der Beste zu sein und dabei sich selber und andere zu hinterfragen klingt zwar nicht kindlich, ist aber bei dem Leistungsdruck dem schon die Jüngsten unterliegen Alltag.
Hier finde ich hat Yvonne Richter tolles geleistet. Sie arbeitet die Themen so auf, das sie für junge Leser zu einem Mehrwert führen und ihnen zeigen, das sie auch gegebene Systeme hinterfragen sollen, wenn es sich für sie nicht richtig anfühlt.
Ältere Leser können sich hier aber auch angesprochen fühlen. Denn auch wenn das Thema „Casting“ in diese dystopische Atmosphäre projiziert ist fragt man sich, was der ganze Casting-Wahn aus unserer Gesellschaft macht und was einige Menschen in Kauf nehmen um ihr kleines Stückchen vom Rampenlicht ab zu bekommen.

Auch sprachlich orientiert sich Richter ehr an den jüngeren Lesern. Zwar ist das Buch schön flüssig geschrieben, jedoch bleiben die Satzkonstrukte und die Wortwahl recht einfach. Für mich ist dies im Hinblick auf das empfohlene Lesealter allerdings kein negativ-Kriterium sondern nur erwähnenswert.

Fazit
In „Casting“ sind aktuelle Themen in dystopischer Kulisse altersgerecht für junge Leser aufgearbeitet. Auch wenn ich mir hier und da ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte konnte mich die Autorin mit ihren Ideen überzeugen.

Bewertung schreiben
Bewertungen werden nach Überprüfung freigeschaltet.
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zuletzt angesehen