Verschwundene Seelen - Die Vergessenen der Wirklichkeit

Verschwundene Seelen - Die Vergessenen der Wirklichkeit
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  • SW10003
  • ca. 340 Seiten
  • 12,5 x 20,5 cm
  • Fantasy-Jugendroman
  • ab 14 Jahren
  • 978-3-944788-17-3
Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren Kreis der Auserwählten. Sie sollen das... mehr
Produktinformationen "Verschwundene Seelen - Die Vergessenen der Wirklichkeit"

Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren Kreis der Auserwählten. Sie sollen das Buch des Lebens, das »Zauberbuch«, vor der Vernichtung durch die Schattenmenschen retten. Dazu sind die Auserwählten mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet. Im Kampf um das Gute haben sie es jedoch mit einem übermächtigen und verschlagenen Feind zu tun, der mit aller Brutalität vorgeht. Werden die sieben diese Schlacht letztendlich für sich entscheiden und die Schattenmenschen zurückdrängen können?
Der Preis ist hoch, den die Auserwählten für ihre Berufung zu zahlen haben: Solange sie sich in ihrer Parallelwelt bewegen, verlieren Freunde, Verwandte und Kameraden in der »normalen« Welt jegliche Erinnerung an sie. Die Auserwählten sind dann die »verschwundenen Seelen«.

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Kundenbewertungen für "Verschwundene Seelen - Die Vergessenen der Wirklichkeit"
05.10.2016

Fantastisch

Alina träumt von einer wunderschönen Frau mit wechselnder Augenfarbe auf ihrer Lichtung im Wald. Diese reicht ihr eine Blume, die ebenso schön wie ungewöhnlich ist. Bevor sie aufwacht, vernimmt sie noch die Worte „Suche sie, finde sie und du wirst alles erfahren…“ (S.14)
Am nächsten Tag in der Schule trifft sie auf Jonas, dessen Augenfarbe ebenfalls wechselt. Nachdem er ihr eröffnet, dass ihre Augenfarbe ebenfalls wechselt, und er den Traum auch hatte, machen sie sich auf die Suche nach der Frau auf der Lichtung. Sie ahnen nicht, dass sich ihr ganzes Leben ändern wird.

Zu erst einmal muss ich von dem Cover schwärmen. Es wirkt düster und geheimnisvoll durch den vertrockneten Wald, das grün ist für mich natürlich besonders ansprechend. Der Klappentext passt leider so überhaupt nicht, verspricht er doch eine Liebesgeschichte mit einem Kampf auf Leben und Tod. Dabei ist dieses Buch viel mehr. Es geht um Auserwählte, eine Aufgabe, und die dunkle Seite. Es geht um Familie, Freunde, Liebe, Zusammenhalt, und die daraus entstehende Stärke. Es geht um 7 Teenager, die gemeinsam einen Traum haben und die Welt retten sollen. Wenn das nicht spannend klingt, dann weiß ich auch nicht.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, auch wenn der Start etwas holprig war. Sobald man sich daran gewöhnt hat, fliegt man nur so durch die Seiten. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Alina, die irgendwie ein typischer, weinerlicher Teenager ist, sehr emotional, sehr unbedacht, auf der anderen Seite sich aber als Heldin entpuppt. Das Buch ist sehr weit gefächert und überrascht durch immer neue Wendungen. Ich muss aber leider sagen, dass die Strapazen manchmal etwas übertrieben sind, und dadurch unglaubwürdig wirken. Aber wenn man darüber hinweg schaut, ist das Buch einfach fantastisch.

05.10.2016

Interessante Geschichte, die aber noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft hat

Kurzbeschreibung:
In der Geschichte „Verschwundene Seelen“ geht es um 7 Auserwählte Jugendliche, die verschiedene Fähigkeiten mit Hilfe von Wasser, Feuer, Luft und Erde erhalten haben.
Jonas und Alina haben eines Nachts einen komischen Traum, sie befinden sich auf einer Wiese, auf der eine riesige Blüte erschienen ist und sie die geheimnisvollen Worte „Suche sie, finde sie und du wirst alles erfahren…“ hören.
Als Alina und Jonas sich am nächsten Tag in der Schule zufällig über den Weg laufen und mit Entsetzen feststellen, dass die Augenfarbe des jeweils anderen zwischen mehreren Farben hin und her wechselt, wird ihnen bewusst, dass der Traum vielleicht mehr mit der Wirklichkeit zu tun hat, als sie anfangs dachten.
Alina hat auch schon eine Idee, wo diese mysteriöse Blume und die Wiese sein könnten, da die Wiese im Traum genauso aussah, wie ihr Lieblingsplatz im Wald. Und tatsächlich, als die beiden an der Stelle ankommen, bricht die Wiese auf und eine riesige Blume erscheint. Als die Blume sich öffnet, treffen sie auf Lovelyn, die sie auf dieser Reise führen wird. Sie teilt ihnen mit, dass sie 5 weitere Auserwählte finden müssen um gegen die Schattenmenschen bestehen und das große Zauberbuch vor ihnen beschützen zu können. Aber die Schattenmenschen wollen noch mehr, sie wollen die Macht über die Menschen.
Doch während sie sich in dieser anderen Welt befinden, wird sich niemand aus der Wirklichkeit an die Auserwählten erinnern können. Es ist als hätten sie niemals existiert.
Wie werden die Auserwählen mit der Situation umgehen?
Werden sie es schaffen das Zauberbuch zu beschützen und die Menschen vor den Schattenmenschen bewahren können?


Meinung:
Zu Beginn des Buches, ist es mir etwas schwerer gefallen richtig in die Geschichte reinzukommen. Viele Handlungen sind nur sehr kurz angerissen und ohne viel Tiefgang. Auch viele Geschehnisse werden nur kurz angedeutet, ohne dass man beim Lesen mehr erfährt, wie z.B. die Liebesszene zwischen Alina und Jonas, in der sie sich ihre Liebe gestehen. Das Geständnis kam aus heiterem Himmel und so schnell, wie es kam war die „Szene“ auch schon wieder vorbei, sodass sie mein Herz beim Lesen nicht wirklich berührt hat. Aber auch die Durchquerung der „Sieben-Welten-Welt“, hatte so viel Potential, man hätte jede einzelne Welt viel mehr auskosten und beschreiben können.
Auch fand ich, dass 2-3 der 7 Auserwählten (Cedric, Fabio und auch Anton) während des gesamten Buches keine wirkliche Rolle gespielt haben, sie wurden zwar immer mal erwähnt, aber so wirklich notwendig für die Geschichte waren sie nicht.
Im Laufe des Buches nehmen die Details bei Beschreibungen aber zu, es fällt einem leichter, sich die Welt oder die Ereignisse so vorzustellen, wie es sich die Autorin gedacht hat. Beim Lesen konnte ich so die Entwicklung des Schreibstils, die Annika Meyer während des Schreibens gemacht hat direkt mit verfolgen. Dadurch, dass es sich um ihren Debütroman handelt und sie noch sehr jung ist, lässt einen das über manch fehlende Beschreibung oder abrupte Handlungssprünge hinwegsehen.

Das Cover, sowie der eingefärbte Buchschnitt spiegeln den Kern des Buches wieder und runden das optische Erscheinungsbild des Buches perfekt ab.


Fazit:
Eine interessante Geschichte, die sehr viel Potential hat, was aber leider nicht voll ausgeschöpft wurde und noch ausbaufähig gewesen wäre.
Es handelt sich um den Debütroman der 16-jährigen Annika Meyer, die eine sehr viel versprechende Idee auf Papier gebracht hat. Bereits während des Lesens konnte man eine Entwicklung des Schreibstils und der Detailbeschreibung erkennen, was mich interessiert auf weitere Bücher von ihr warten lässt.

26.06.2016

Ein tolles Debut einer jungen Autorin!

Alina führt ein eher unspektakuläres Leben. Sie geht zur Schule, trifft sich mit ihrer besten Freundin Yvonne und lernt mit ihrem Kumpel Mario. Auch zu Hause läuft alles in ruhigen Bahnen; seit ihre Mutter die Familie verlassen hat, lebt sie mit ihrem Bruder und ihrem Vater zusammen.

Doch dann wird plötzlich alles anders!

Alina träumt von einer Lichtung im Wald und von einer wunderschönen Blume! Diese Lichtung gibt es tatsächlich und dort verändert sich nicht nur Alinas Leben. In der Schule begegnet sie Jonas, einem Mitschüler. Alina ist total geschockt, als sie seine Augen sieht. Wechseln sie wirklich die Farbe, wenn man sie ansieht? Als ihr dann Jonas noch erzählt, er habe von ihr geträumt und dass in seinem Traum auch diese Lichtung und die Blume vorkamen, wird alles noch verwirrender.

Beide treffen sich auf der Lichtung und dort erscheint ihnen aus einer Blume Lovelyn! Diese erzählt ihnen von einem alten Zauberbuch und seiner Geschichte. Es gibt Menschen, die können die Elemente beherrschen und tun dies zum Wohle der Menschheit, aber es gibt wie immer auch welche, die Schattenmenschen, die nur das Böse wollen, und zwischen beiden Gruppen herrscht seit Jahren ein erbitterter Kampf. Die Schattenmenschen versuchen die Macht an sich zu bringen, aber dies wird ihnen nur gelingen, wenn sie die anderen zerstören und das Zauberbuch gleich mit.

Nun gibt es Auserwählte, die gegen die Schattenmenschen kämpfen müssen, denn eine neue Schlacht droht. Diese Auserwählten erkennen sich untereinander daran, dass ihre Augen die Farbe wechseln können, wie die Augen von Jonas und Alina. Es fehlen aber noch fünf, und die gilt es schnellstmöglich zu finden und zwar unter den Mitschülern! Die Zeit drängt, denn alle sieben haben besondere Fähigkeiten und sie müssen lernen, diese Fähigkeiten zu kontrollieren und gezielt einzusetzen. Für diesen Kampf müssen alle besonders vorbereitet werden, sie müssen in Top-Form sein, geht es doch um Leben und Tod!

Dann ist es soweit, alle sind vorbereitet und die Schattenmenschen schlagen zu! Ehe die Sieben in den Kampf gehen, erfahren sie von Lovelyn, dass ihr ursprüngliches Leben weiter geht und dass, sollte ihnen etwas passieren, sie von ihrer Familie vergessen werden, so als hätte es sie nicht gegeben. Wenn sie erfolgreich sind und zurückkehren, was sehr lange dauern kann, gehen sie einfach wieder zurück und leben weiter, als wäre nichts geschehen! Können die Sieben damit umgehen und können sie es schaffen, die Schattenmenschen zu besiegen?

Der Kampf beginnt und das Leben der drei wird niemals mehr so sein, wie es einmal gewesen ist! Selbst als alles sich doch noch zum Guten wendet, steht Alina plötzlich ihrer besten Freundin gegebüber und sie stellt sich als ihr größter Feind heraus! Kann Alina diesen Kampf, der von Rache angetrieben wird, bestehen?

Dieses Buch hat mich auf ganzer Linie überrascht! Mit welcher unendlichen Phantasie die junge Autorin die Geschichte um Jonas und Alina erzählt, ist wirklich sehr beeindruckend und besonders bemerkenswert, da die Autorin das Buch mit gerade mal 16 Jahren veröffentlicht hat! Die Geschichte wird aus der Sicht von Alina erzählt und man verfolgt ihren Weg und alles was sie erlebt. Auf den ersten Blick mag man einige Szenen für zu brutal halten, aber dies ist meiner Meinung nach für das Verstehen der Geschichte wichtig. Es zeigt die Wichtigkeit und den Ernst des Kampfes. Die Figur der Alina ist am deutlichsten ausgeformt und steht deutlich im Mittelpunkt der Geschchichte. Man kann an der Art, wie Alina agiert und in der Geschichte Emotionalität und gleichzeitig auch Kälte zeigt, erkennen, in welchem absoluten Ausnahmezustand sie sich befindet. Die Tatsache, von jetzt auf gleich zu einer Kämpferin mit übernatürlichen Fähigkeiten zu werden und immer im Hinterkopf zu haben, dass man seine Familie für immer verlieren kann, kann ein Mädchen in dem Alter auch nicht anders reagieren lassen. Aber auch hier gelingt es der Autorin mit viel Einfühlungsvermögen immer wieder Szenen zu schreiben, in denen Alina von ihren eigenen Emotionen beherrscht wird – Wut, Schmerz, Trauer und auch Liebe! Die anderen sechs bekommen auch fein gezeichnete Charakterzüge, aber diese können noch mehr ausgefeilt werden, was Potential für weitere Bände diese Reihe gibt!

10.06.2016

Ein toller Jugendroman von einer jungen Autorin

Das Cover:
Ich finde das Cover für die Geschichte sehr gelungen. Es passt sehr gut, da sich sehr viel im Wald abspielt.

Die Protagonistin:
Alina ist ein typischer Teenager. Sie hat gute Freunde und hat sonst keine Sorgen.
Als sie Auserwählt wird um das Zauberbuch zu beschützen ist sie Anfangs sehr unsicher, aber auch das meistert sie. Sie wächst mit ihrer Aufgabe und gewinnt neue Freunde. Ihre Art ist mir sehr sympathisch gewesen und ich konnte ihre Taten sehr gut nachvollziehen.

Der Schreibstil:
Schon sehr früh fesselt der Schreibstil den Leser. Ich war Anfangs etwas skeptisch, aber bereits nach den ersten paar Seiten hat mich die Geschichte total gefesselt. Ich konnte die Gefühle der Protagonisten total nachfühlen.

Die Autorin:
Jahrgang 1999, ist musisch und künstlerisch hochtalentiert und hat bereits an mehreren Wettbewerben erfolgreich teilgenommen. Ihre wahre Leidenschaft gilt aber der Literatur und dem Schreiben. Neben der Schule widmet sie jede freie Minute diesem Hobby. »Verschwundene Seelen« ist ihr Debütroman.

Zitate aus dem Buch:
"Meine Mutter erzählte mir früher immer, Sterne wären die Seelen Verstorbener"

"Erinnerungen sind wichtig, denn manchmal bleibt einen nichts anderes mehr"

Mein Fazit:
Ein toller Jugendroman von einer jungen Autorin. Mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Leider gibts einen Minuspunkt zum Klappentext, der mir die Spannung genommen hat, denn er hat total gespoilert.

10.06.2016

Super Buch, ich warte auch eine Fortsetzung

Da bekommt man ein Buch mit einem schlichten Cover und dann der Hammer es ist total toll!

Ein Kampf zwischen Gut und böse, immer wiederkehrend.

Wow wunderschöne Spannende Geschichte,

Liebe, Freundschaft, Hass alles vorhanden auch Magie und Zauber

Es ist so genial geschrieben, ich hab es förmlich verschlungen.

So nun muss ich wieder warten bis es einen weiteren Teil dazu gibt, denn ich glaube nicht das es hier schon zu Ende ist.

BITTE noch mehr davon, es ist wirklich toll.

Aus meiner Sicht ein wirklich lohnendes Buch!!

26.04.2016

Ein guter Debütroman, aber ausbaufähig

"Verschwundene Seelen - Die Vergessenen der Wirklichkeit" ist ein Roman der Autorin Annika Meyer. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch eigentlich eher durch Zufall, aber die Thematik sprach mich sofort an, da ich ohnehin gerne Fantasy-Romane lese.

Die, zugegeben noch sehr junge, Annika Meyer bietet uns mit diesem fantastischen Roman eine gute Möglichkeit, in eine andere, faszinierende Welt abzutauchen und für ihr Alter gelingt ihr das auch wirklich gut. Dennoch muss ich einige Kritikpunkte ansprechen, denn so manches Mal wird das Lesevergnügen dann doch etwas getrübt. Da wäre zum Beispiel die "sieben Welten Welt", die die Protagonisten durchqueren müssen, um sich von ihren magischen Fesseln zu lösen. Als solches gefiel mir diese "7 Welten Welt" zwar ganz gut, ich fragte mich jedoch so manches Mal, wo diese nun plötzlich herkommt und insgesamt passte dieses Konzept - wenn auch sehr interessant gestaltet - nicht ganz zur Hauptgeschichte, denn so wirkte der Roman phasenweise etwas überladen und zusammengewürfelt. Einige Gedankensprünge und -muster, die die Autorin wohl während des Schreibens hatte, konnte ich außerdem nicht ganz nachvollziehen, weswegen ich mich nicht ganz so gut in die Story einfinden konnte, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Protagonisten fand ich, im Gegensatz zur Geschichte, sehr gut, man konnte recht schnell Sympathien aufbauen und der bunt zusammengewürfelte Haufen an Charakteren bot eine Menge Abwechslung. Toll fand ich, dass man hier Menschen zusammengeworfen hat, die im "normalen Leben" vermutlich nie zusammengefunden hätten: Alina - der normale Teenie, Jonas und Fabio - die Sportler, Mia - ein 10-jähriges Mädchen, Luna - die oberzickige Tussi und Anton - der Naturwissenschaftsnerd. Genau das macht das Zusammen"leben" der Auserwählten so spannend, denn im Grunde passen sie kein Stück zusammen - und arrangieren sich doch miteinander.

Das Ende der Geschichte, sowie der vorherige "Showdown" mit einer mehr oder weniger unerwarteten Überraschung konnten mich überhaupt nicht überzeugen, ganz im Gegenteil, ich fand dies eher etwas enttäuschend.

Insgesamt kann ich euch dieses Werk nur eingeschränkt empfehlen, aber ich bin sicher, dem ein oder anderen von euch könnte dieses Werk gefallen! :)

22.03.2016

Vielversprechender Debütroman

"Verschwundene Seelen" ist der Debütroman einer sehr jungen Autorin: Annika Meyer, Jahrgang 1999. Daher möchte ich meine Rezension damit beginnen, herauszuheben, was für eine Leistung es ist, in diesem Alter nicht nur die Kreativität, sondern auch die Selbstdisziplin aufzubringen, einen Roman zu schreiben und zu überarbeiten, einen Verlag dafür zu finden und das Buch tatsächlich zu veröffentlichen! Die erste Fassung der Geschichte hat sie sogar schon im zarten Alter von 13 Jahren aufgeschrieben. Ich halte sie für herausragend talentiert und bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch viele interessante Werke von ihr zu erwarten haben.

Bereits nach wenigen Kapiteln war ich beeindruckt davon, wie reif sich ihr Schreibstil schon liest. Sie schreibt angenehm bildlich, flüssig und einfallsreich, kann eine Szene gut aufbauen und hat ein feines Gespür für Tempo und Spannungsbogen. Allerdings haben mich die zahllosen Wiederholungen von Wörtern oder Ausdrücken immer wieder gestört - da hätte ich mir mehr sprachliche Abwechslung gewünscht!

Zitat (S. 25 des Hardcovers):
"Aber sie haben auch diese unheimliche, durchsichtige Farbe. Wenn man das überhaupt Farbe nennen kann."
Alina konnte sich noch genau an diese durchsichtige Farbe erinnern. Sie war unheimlich.

Die Grundidee ist vielleicht nicht ganz neu: Jugendliche werden auserwählt, bekommen magische Fähigkeiten und sollen die Welt retten. Aber die Autorin beschreibt das sehr bunt und vielfältig, mit vielen interessanten Wendungen und Ideen. Allerdings passieren in meinen Augen zu viele Dinge ohne tiefergehende Begründung oder Erklärung.

Zum Beispiel haben die "Schattenmenschen" magische Fesseln erfunden, die sich durch die Magie der Guten nicht zerstören lassen. Es wird gesagt, dass deswegen die "Welt der sieben Welten" entstand, deren Durchquerung die Zerstörung der Fesseln ermöglicht. Ok, aber wie? So eine Welt taucht doch nicht über Nacht einfach so auf - und wenn die Magie der Guten nicht ausreicht, die Fesseln zu zerstören, wie kann sie dann ausreichen, um eine Welt zu erschaffen, die genau das möglich macht? Die Durchquerung dieser Welt liest sich spannend, ohne Frage, aber ohne das Wie und Warum wirkt es auf mich wie Spannung ohne tieferen Sinn.

Für mich ist es gerade im Genre Fantasy enorm wichtig, dass die beschriebene Welt in sich schlüssig und durchdacht ist, denn nur so holt mich die Geschichte tatsächlich ab und erlaubt es mir, sie für den Moment zu glauben. Ich zweifle nicht daran, dass Annika Meyer viel Herzblut und Hirnschmalz in ihre Welt gesteckt hat - aber sie lässt mich meines Erachtens nicht genug daran teilhaben, wie sie "funktioniert".

Die Jugendlichen, um die es geht, sind alle sehr unterschiedlich: ein Nerd, eine modebewusste Oberzicke, ein kleines Mädchen, zwei Sportler und eben Alina, unsere Heldin, die ein ganz normaler Teenager ist. Eigentlich würden sie von sich aus wohl nichts miteinander zu tun haben wollen, und tatsächlich gibt es anfangs auch Reibungen und Konflikte, aber im Laufe der Geschichte wachsen sie immer mehr zusammen. Diesen Teil der Geschichte, mit Themen wie Freundschaft, Familie, Akzeptanz und Zusammenhalt, fand ich sehr schön geschrieben und unterhaltsam.

Alina, Jonas, Mia, Luna und Anton lernt man als Leser ziemlich gut kennen. Sie werden lebhaft und sympathisch beschrieben, und ich konnte gut mit ihnen mitfühlen. Die anderen Charaktere blieben für mich aber leider eher blass. Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht ganz überzeugen - ich konnte die Chemie zwischen Alina und Jonas einfach nicht spüren.

Ich fand oft etwas unglaubhaft, was die Jugendlichen alles mit sich machen lassen. Im Prinzip wird ihnen gesagt: Ihr seid auserwählt, die Probleme zu lösen, die andere verschuldet haben. Dabei werdet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben, aber da müsst ihr jetzt durch, stellt euch nicht so an. In einer Szene wird Alina von den Guten (!!) so hart ins Gesicht geschlagen, dass sie beinahe bewusstlos wird, in den Bauch getreten, niedergerungen und mit dem Messer bedroht. Ja, sie wehrt sich, und das erbittert - aber später entschuldigt sie sich dafür und macht dann doch, was von ihr verlangt wird.

Auch die Auflösung der Geschichte hat mich nicht gänzlich überzeugt, denn sie wirkt etwas übereilt, lässt vieles ungeklärt und beruht zum Teil auf etwas, das die Jugendlichen eigentlich schon die ganze Zeit wussten, aber irgendwie kollektiv vergessen hatten. Wir erfahren nicht tiefergehend, wie die Umsetzung tatsächlich möglich gemacht wurde - es funktioniert einfach.

Fazit:
Als Erstlingswerk ist "Verschwundene Seelen" eine beeindruckende Leistung, und Annika Meyer ist zweifellos eine talentierte Nachwuchsautorin. Für mich ein vielversprechendes Buch, das sein Potential nicht ganz entfalten konnte! Der Schreibstil ist vielversprechend, aber er krankt ein wenig an häufigen Wortwiederholungen. Die Welt ist interessant, aber es bleibt in meinen Augen zu vieles unerklärt. Die jugendlichen Helden sind sympathisch, aber sie sind zum Teil etwas blass. Auch das Ende ließ mich etwas unbefriedigt zurück.

Übrigens sollte man nach Möglichkeit nicht lesen, was hinten aufs Buch gedruckt wurde, denn das nimmt etwas vorweg, was erst auf den letzten 30 Seiten des Buches passiert, und ruiniert damit eine der größten unerwarteten Wendungen des Buches!

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