Götter
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  • SW10001
  • ca. 444 Seiten
  • Format 12,5 x 20,5 cm
  • Roman
  • 978-3-944788-19-7
In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und... mehr
Produktinformationen "Götter"

In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe.
Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen?

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20.10.2016

Eine richtig gelungene Dystopie

Agnes ist noch fast ein Teenager als ihr die Flucht aus einem dieser Reservate gelingt denn Sie wurde zum Tode verurteilt und musste fliehen. Seit Generationen werden in den Reservaten Frauen und Männer zum Arbeiten gehalten, Ihnen wird jegliche Bildung und Allgemeinwissen verwehrt. Das wurde im Laufe von 2 Jahrhunderten so intensiv und ausgeklügelt betrieben dass sogar die Existenz von Männern in den Frauenreservaten und umgekehrt die Existenz von Frauen in den Männerreservaten völlig unbekannt ist. Es wird nur gearbeitet und gebetet denn vor den Toren der Reservate lauern viele Gefahren und nur die „Götter“ können die Reservatsbewohner vor diesen Gefahren beschützen…!

Einmal in der Woche kommen die Götter in großen, lauten stählernen Vögeln ins Reservat, halten Gottesdienste ab und überbringen den Reservatsbewohnern wundersame und göttliche Sachen wie z.b Medikamente! Im Gegenzug nehmen Sie Geschenke in Form von angebautem Obst, Gemüse und Schnitzereien mit und man ist dankbar dass die Götter wohl gesonnen sind…! Besonders gläubige Frauen werden von den „Göttern“ auserwählt, bekommen einen göttlichen Trank und werden von ihnen mitgenommen…! Nach Ihrer Rückkehr ins Reservat verändern Sie sich dann meist nach ein paar Monaten denn Ihr Bauch wird dicker und scheint ein Eigenleben zu führen aber das sind nur die Dämonen die dank der Götter in den Körpern geweckt wurden und dabei sind ihn bald endlich zu verlassen…! Nach ungefähr 8 Monaten werden die Frauen erneut von den Göttern abgeholt und kehren dann „gereinigt“ zurück denn die Götter haben die Dämonen endlich aus den Körpern geholt, was eine Narbe am Bauch der Frauen beweist…! Ein paar Wochen später bringen die Götter dann oftmals ein Baby ins Reservat, welches natürlich ebenfalls sehr gläubig und gehorsam aufgezogen und in die Gemeinde integriert wird…!

So geschieht es seit Generationen aber die aufgeweckte und neugierige Agnes will sich mit diesem Leben nicht zufrieden geben! Warum ist es außerhalb des Reservates so gefährlich und was ist außer Herz, Lunge und Magen noch in unseren Körpern? Agnes fängt an sich heimlich ein paar Mäuse als Haus- und Forschungstiere zu halten und ist ganz verblüfft dass es nach kurzer Zeit viel mehr Mäuse sind! Wo kommen die kleinen Mäuse nur her? Haben die Götter sie gebracht? Agnes fängt an ihr Weltbild komplett in Frage zu stellen, an den „Göttern“ zu zweifeln und soll deshalb zum Tode verurteilt werden! Mit viel List gelingt ihr die Flucht tief in die Wälder, wo sie von nun an die Welt ganz neu entdeckt…!

Nach 3 Jahren in der Wildnis trifft sie zufällig auf Günther der erst kürzlich aus einem der Männerreservate geflohen ist weil auch ihm die Todesstrafe drohte…! Agnes und Günther freunden sich an und werden nach einiger Zeit sogar ein Liebespaar, was beide viel Überwindung kostet denn schließlich hatten sie noch nie Kontakt zum anderen Geschlecht, hatten ja auch gar keine Ahnung dass es überhaupt ein anderes Geschlecht gibt und selbstverständlich war in den Reservaten jeglicher Körperkontakt strengstens verboten…! Nach einiger Zeit wollen Agnes und Günther auch die Welt außerhalb der Wälder erkunden, stoßen dabei auf ein kleines Dorf und kommen mit der Zivilisation in Kontakt…!

Die Geschichte beginnt an der Stelle an der Agnes und Günther zum ersten Mal völlig verwundert vor der Kühltruhe eines Supermarktes stehen und dabei vom Kartoffelhändler Clemens beobachtet werden. Die Geschichte wird nämlich nicht nur aus Agnes´ Sicht erzählt sondern auch aus Clemens´ Sicht, aus der Sicht eines gewissen Rudolphs und aus der Sicht einer jungen Frau namens Inga Braun. Am Anfang fragt man sich öfter mal was diese Figuren mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben aber nach und nach verdeutlichen sich die Zusammenhänge und es entstehen allerlei Verbindungen zu den Reservaten. Auch den Geheimbund „der Streber“, der immer öfter zum Thema wird, kann man zuerst nicht richtig einordnen aber nach und nach ergibt alles einen Sinn und man erkennt wie viele Gedanken sich der Autor über Zusammenhänge und Querverbindungen gemacht hat…!

Als Agnes und Günther sich in der Wildnis kennen und lieben lernen, erinnerte mich dieser Teil sehr stark an „die Blaue Lagune“ und ich musste oftmals schmunzeln denn auch in diesen Teil hat sich der Autor ganz hervorragend hineinversetz!

Generell hat der Autor viel Liebe zum Detail bewiesen und ist auch auf den Übergang der beiden in die Zivilisation gut eingegangen. Die Geschichte umfasst einen Zeitraum von ca. 30 Jahren. Herr Hofmann hat sich wirklich sehr viele Gedanken gemacht und schafft es auch, diese doch schon ziemlich „an den Haaren herbei gezogene“ Geschichte plausibel zu erklären und zu begründen, wie es so lange möglich war mitten in Deutschland und in unserer heutigen Zeit solche Reservate zu „betreiben“ und zu verheimlichen…!

05.10.2016

Viele Bewegende Schicksale, die einen nicht sofort los lassen

Kurzbeschreibung:
Agnes ist mit vielen anderen Frauen in einem Lager gefangen, dort gibt es strenge Abläufe und es darf nur das getan oder gelernt werden, was die „Götter“ für richtig halten. Allerdings ist Agnes anders als die anderen Frauen im Lager, sie ist neugierig und fängt heimlich Mäuse und hält sie als Haustiere. Sie stellt fest, dass es optische Unterschiede bei den Mäusen gibt, die einen haben 8 Zitzen aber die anderen nicht. Als die Mäuse dann noch Nachwuchs bekommen, erkennt sie, dass die „Götter“ ihnen einiges verschwiegen haben. Sie beginnt heimlich weitere Tiere einzufangen und nachzuforschen, ob es bei allen gleich ist.
Eines Tages wird sie von Vera, einer Mitbewohnerin beobachtet, die das Gesehene der Aufseherin erzählt, woraufhin Agnes zum Tode verurteilt wird.
Agnes schafft es mit einem Trick zu überleben und schafft es aus dem Lager rauszukommen, wo sie nach einiger Zeit auf Günter trifft, der ihr Weltbild erneut auf den Kopf stellt.
Es geht aber nicht nur um Agnes und Günter, sondern auch um 2 weitere Schicksale, Rudolph und Clemens.
Die Schicksale von Agnes, Clemens und Rudolph könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch haben sie eines gemeinsam, alle 3 lassen sich nicht unterkriegen.
Rudolph ist im Internat, er hat immer nur Unfug im Kopf und wird getadelt, bis sein Vater ihm nach einer Suspendierung ins Gewissen redet und ihn in das Familiengeheimnis einweiht.
Clemens wächst im Heim auf und gerät danach sehr schnell auf die schiefe Bahn, bis er auf eine Sekte Namens „Streber“ trifft.
Wie wird es mit Agnes und Günter weiter gehen?
Was haben Rudolph und Clemens mit ihrer Geschichte zu tun?
Und auf welche Weise lassen sich die einzelnen Handlungsstränge miteinander verbinden?


Meinung:
In „Götter“ erzählt Will Hofmann die Geschichte von 3 Schicksalen, dessen Handlungsstränge nach und nach auf zum Teil erschreckende Art und Weise zusammen laufen.
Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine etwas andere Vorstellung des Buches, mir war nicht bewusst, dass es sich um mehrere Handlungsstränge handelt. Ich vermute deswegen hat es auch ein paar Abschnitte gebraucht bis ich in dem Buch angekommen war, dann allerdings hatte es mich gepackt und ich war neugierig, wie sich am Ende alles zusammen fügen würde und vor allem, wie sich die 3 unterschiedlichen Charaktere entwickeln werden. Zudem war es sehr schwer vorauszuahnen was passieren wird, wodurch ich des Öfteren überrascht wurde und auch mehr als einmal einen „AHA“-Effekt hatte.
Den Schreibstil selbst empfand ich als sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Zu den einzelnen Charakteren:
Agnes finde ich am eindrucksvollsten, denn sie geht ihrer Neugier nach und versucht die Welt mit den ihr gegebenen Mitteln zu erforschen. Sie ist sehr Intelligent und begreift sehr schnell auch komplexere Vorgänge, womit sie letztlich auch die Vollstreckung ihrer Todesstrafe überlebt (aber ich möchte an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten). Es ist einfach interessant Agnes Entwicklung zu verfolgen.
Rudolph ist mir zu Beginn des Buches nicht ganz unsympathisch. Er ist einfach ein Junge, der nur Flausen im Kopf hat. Mit jedem weiteren Teil seiner Geschichte änderte sich das allerdings schnell, sodass ich am Ende nur noch Verachtung für ihn übrig hatte.
Clemens war ich hingegen zu Beginn eher skeptisch gegenüber. Er ist kriminell und auch durch sein Verhalten empfand ich wenig Mitgefühl für ihn. Mittlerweile gehört er aber zu einem meiner Lieblingscharaktere des Buches.
Günter ist recht unscheinbar und lässt sich gerne von Agnes führen und die „Neue Welt“ erklären. Auch er ist trotz seiner vorherigen Lebensumstände sehr weltoffen und lernt sehr schnell.
„Götter“ ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Ist es tatsächlich möglich, innerhalb Deutschlands, solche Lager zu errichten? Könnte ich mich so schnell in eine mir zuvor unbekannte Gesellschaft einfügen?...


Fazit:
Ich bin auf viele bewegende Schicksale gestoßen, die mich auch nach der letzten Seite von „Götter“ noch nicht sofort los gelassen haben.

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